Blitzschach
ist wirklich blitzschnell. Jeder bekommt 5 Minuten auf die Uhr und wer zuerst keine Zeit mehr übrig hat, oder matt gesetzt wurde hat verloren. Schach muß beim Blitzen nicht angesagt werden! Falls der Gegner merkt, daß man den König aus Versehen im Schach stehen gelassen hat, hat man auch sofort verloren. In diesem Fall wird der stehengelassene König symbolisch geschlagen.
Ein Spiel dauert also maximal 10 Minuten, da kann man in sehr kurzer Zeit sehr viele Partien spielen und beim Blitzen lassen auch stärkere Spieler schon mal eine Figur stehen :-) oder machen kleine Fehler. Außerdem kann man schnell mal ein (Blitz-)Schachturnier durchführen. Und wenn mal eine ungerade Anzahl Spieler da ist, muß immer nur einer zehn Minuten bis zum nächsten Spiel warten.
Zum Blitzen gibt es auch spezielle Blitzuhren, die auf maximal zwanzig Minuten gestellt werden können. Diese haben eine spezielle Vorrichtung über der Zwölf, das sogenannte Plättchen. Sobald die Zeit abgelaufen ist, fällt dieses Plättchen nach unten und es braucht keine Diskussion mehr geführt werden, ob denn nun der Zeiger kurz vor oder doch schon kurz nach Zwölf steht. Alternativ können auch die meisten Digitaluhren zum Blitzen benutzt werden.
Schnellschach:
Jeder bekommt 15,20 oder 30 Minuten auf die Uhr. Ansonsten gelten die normalen Schachregeln. Durch die Begrenzung der Zeit werden die Spieler, die gerne mal 15 Minuten an einem bestimmten Zug überlegen, gezwungen sich ein klein wenig zu beeilen. So kann man eine schöne Partie in einer Mittagspause oder Freistunde spielen.
Tandemschach
spielt man zu viert an zwei Brettern. Dabei werden zwei in etwa gleich starke Teams gebildet, am besten je 1 starker und 1 schwacher Spieler. Je ein Spieler pro Team spielt weiß, je einer schwarz. Die Besonderheit beim Tandemschach ist, das geschlagene Figuren dem Teampartner gegeben werden und man kann entweder ziehen, oder eine Figur einsetzen (vorher klären, ob Figuren beim Einsetzen gleich Schach bieten dürfen oder nicht!!!). Das ganze wird mit Uhr gespielt, am besten als Blitzpartie.
Sobald eine der Partien entschieden ist, dü,rfen keine Figuren mehr weitergegeben werden! Die andere Partie muß mit dem vorhandenen Material zu Ende gespielt werden.
Tandemschach ist sehr gut geeignet, damit schwache und starke Spieler zusammen spielen können. Sehr witzig wird es dann, wenn man seinen Teampartner nach bestimmten Figuren fragt: "Ich brauche einen Läufer! Schlag mal einen!".
Kann man auch zu sechst mit drei Brettern spielen. Dann geben die beiden äßeren Bretter die geschlagenen Figuren zum mittleren Brett und die mittleren Spieler müssen Ihre Beute irgendwie nach links und rechts aufteilen.
Sanduhr-Schach
kann man nur mit Digital-Schachuhren spielen. Jeder bekommt 30 Sekunden auf die Uhr und los gehts. Jede Sekunden, die man als Bedenkzeit verbraucht, bekommt der Gegner auf seiner Uhr gutgeschrieben. Und sobald gezogen und die Uhr gedrückt wurde, bekommt man die Bedenksekunden seines Gegers gutgeschrieben. Wer zuerst 0 Sekunden auf seiner Uhr hat, hat verloren. Ansonsten gelten die Regeln wie beim Blitzschach.
2x2-Schach
wird auch zu viert gespielt, aber an nur einem Brett. Dabei werden zwei Teams gebildet und es wird eine ganz normale Partie gespielt. Allerdings machen die Spieler eines Teams abwechselnd je einen Zug, ohne das sie sich dabei absprechen dürfen. Also zieht einmal Spieler Weiß1 für Weiß und Spieler Schwarz1 für Schwarz und dann Spieler Weiß2 für Weiß und Spieler Schwarz2 für Schwarz usw. Kann natürlich auch verschärft mit Uhren gespielt werden.
Stufenblitzen
Gespielt wird nach Blitzregeln mit je 5 Minuten auf der Uhr. Der Gewinner
bekommt jedesmal eine Minute weniger für das nächste Spiel. So wird es von
Runde zu Runde immer schwieriger zu gewinnen. Wer zuerst 0 Minuten für das
nächste Spiel hat, hat gewonnen.
Hasenblitzen
Zum Hasenblitzen müssen 2 Mannschaften gebildet werden. Zum Beispiel 2 x 3
Mann. Es werden so viele Bretter wie Mitspieler aufgebaut (in diesem
Beispiel also 6 Bretter) und zwar in einer langen Reihe mit abwechselnden
Farben. Alle Mitspieler stellen sich an ein Weißes Brett und dann geht es
nach Blitzregeln los.
Aber nach einem Zug muß jeder Spieler zum nächsten Brett gehen und dort
ziehen. Immer darauf achten, daß man auch wirklich dran ist, also daß die
eigene Uhr läuft!!! Der Witz bei der Sache ist, das die Spieler einer
Mannschaft sich nicht gegenseitig überholen dürfen. So jagt ein Hase den
nächsten und es wird richtig lustig. Wenn eine Partie gewonnen ist, wird
die Uhr auf die Gewinnerseite gestellt. So braucht man, wenn alle Partien
zu Ende sind, nur die Uhren abzählen.
Fernschach
sollte vom Prinzip her jedermann bekannt sein. Heutzutage werden aber nicht immer Postkarten zur Übermittlung der Züge verwendet, sondern in zunehmendem Maße auch Emails. Außerdem kann man natürlich auch das gute alte Telefon, (CB-)Funk oder das firmeneigene Intranet für dafür benutzen.
Fernschach in der Schachgemeinschaft Freibauer Lübbecke
Simultanschach
Beim Simultanschach spielt ein (sehr guter) Spieler gegen mehrere andere
Spieler gleichzeitig. Das heißt er geht von Brett zu Brett und macht
seinen Zug. So kann man dann bei entsprechenden Veranstaltungen auch mal
gegen einen Großmeister spielen, oder der Nachwuchs zeigt seinem
Trainer mal was er gelernt hat.
Räuberschach (Schlagschach):
Ziel ist es, möglichst schnell alle Figuren (auch den König) zu verlieren. Es gibt kein Schach, das heißt der König bleibt einfach im Schach stehen und kann geschlagen werden und es herrscht Schlagzwang, das heißt wenn man eine oder mehrere Möglichkeiten zum Schlagen hat, muß man schlagen. Ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört, wo man doch sonst so an seinen Figuren hängt!
Blindschach
Dabei sitzt ein (starker) Spieler mit dem Rücken zum Brett und muß sich die Partie im Kopf vorstellen und seine Züge ansagen. Der andere (schwächere) Spieler sitzt und spielt am Brett. So kann der "Blinde" Spieler mal zeigen was er kann und seine Konzentration testen.
Viele Computerschachprogramme bieten diese Funktion auch (weiße/schwarze Figuren ausblenden).
Mattaufgaben
lösen kann man zum Beispiel, wenn man mal keinen Gegner hat oder in der Mittagspause usw. Dabei muß man oftmals auch ganz anders ziehen, wie man es gelernt hat. Die meisten Mattaufgaben kann man zwar auf Anhieb lösen, aber leider nicht in der geforderten An zahl an Zügen. Und so knobelt man alleine oder mit mehreren an dieser Aufgabe und muß dabei auch für die Gegenseite immer die besten Züge finden. So kommt es auch schon mal vor, daß alle Anwesenden mit an einer Aufgabe rätseln :-)














Stand 16.08.1999 © Thorsten Schlegel